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Blick auf eine Gruppe junger Mädchen in regionalen Trachten, die sich an den Händen halten und im Kreis tanzen. Im Hintergrund sind junge Männer in Goralentrachten zu sehen. Links ist ein Gorale zu sehen, der auf einer Geige spielt. Die Innenwände des Raumes sind mit Holz verkleidet.
Goralen-Fasching, Bukowina Tatrzańska

Ein Besuch in der Heimat der Goralen

 

Die Goralen sind eine Volksgruppe, die den Süden von Małopolska bewohnt. Ihre Vorfahren waren Schafhirten, die mit ihren Herden den Karpatenbogen entlangzogen und sich mit anderen Einheimischen vermischten. Sie pflegen ein eigenständiges, unverwechselbares Volkstum, das einen großen Einfluss auf die polnische Kultur hatte.

 

Ein Blick auf ein Holzgebäude mit einem spitzen Dach. Es ist die Villa
Villa „Koliba“ Zakopane

Das Zentrum des Goralenlandes ist der bekannte Wintersportort Zakopane zu Füßen des Tatra-Gebirges. Hier ist eine einzigartige Folklore lebendig, die sich in der traditionellen Holzarchitektur ausdrückt, den bunten Trachten, der manchmal etwas „schräg“ klingenden Volksmusik und ihren Tänzen, in althergebrachten Handwerkskünsten wie der Holzschnitzerei oder der Hinterglasmalerei mit ihren bunten Motiven direkt aus dem Leben der Bergbewohner und natürlich in der regionalen Küche, deren Wahrzeichen der Oscypek ist – ein geräucherter Schafskäse in einer charakteristischen Spindelform. Im August findet in Zakopane das Internationale Festival der Gebirgslandschaften statt, bei dem Gruppen aus aller Welt – nicht nur aus der näheren Umgebung wie der Slowakei oder Tschechien, sondern auch aus Rumänien, Bulgarien, Bosnien, Nordmazedonien, der Türkei  oder Indien – ihre Kultur präsentieren. Ein mitreißendes musikalisches Erlebnis vor der spektakulären Kulisse des Hochgebirges und der Goralenkultur.

Mehr Informationen über die kleine große Welt der Goralen finden Sie hier.

Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert wurde Zakopane unheimlich populär. Die größten und berühmtesten polnischen Künstler hielten sich hier auf und ließen sich von der Volkskunst der Goralen inspirieren. So entstand hier der sogenannte Zakopanestil, eine eigentümliche Kreuzung aus Formen und Ornamenten der hiesigen Holzarchitektur und des Jugendstils, der als „nationale Bauweise“ des seiner Unabhängigkeit entgegenstrebenden polnischen Volkes propagiert wurde.
Einen Querschnitt durch Kultur und Natur des Goralenlandes bietet das Tatra-Museum in Zakopane. Dem Phänomen des Zakopanestils ist die Ausstellung in der Villa Kolyba gewidmet, während die Villa Atma, in der einst der große Komponist Karol Szymanowski lebte, eine Abteilung des Nationalmuseums Krakau ist.

Was hat Małopolska noch zu bieten?