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Blick auf einen gepflasterten Innenhof, in der Mitte steht ein als Lajkonik verkleideter Mann. Um ihn herum sind Kinder und Menschen in türkischen Trachten zu sehen.
Lajkonik

Buntes Brauchtum – sagenhaft!

 

Die ganze Region Małopolska und insbesondere ihre Hauptstadt Krakau stecken voller Sagen und Legenden, die auch heute noch in einem überaus bunten und originellen Brauchtum lebendig sind.

 

Blick auf zwei aufblasbare Drachen, die in der Luft schweben. Unten stehen Menschen, die den Drachen zuschauen. Nachtansicht, von Lasern beleuchtet.
Drachen-Parade

In grauer Vorzeit, so heißt es, hauste in einer Höhle unter der Wawel-Anhöhe ein Drache, der Angst und Schrecken verbreitete. Die Bevölkerung musste ihm regelmäßig Jungfrauen zum Fraß darbieten, bis es endlich einem listigen Schusterjungen gelang, die Bestie zu bezwingen. Die Drachenhöhle gibt es wirklich, sie kann besichtigt werden, und vor ihrem Eingang steht heute eine pittoreske Skulptur, die tatsächlich in regelmäßigen Abständen Feuer speit. Einmal im Jahr, im Juni, bekommt er Besuch von Seinesgleichen. Bei der Großen Drachenparade wimmelt es dann an, auf, und über der Weichsel förmlich von Lindwürmern und anderen Fabelwesen in allen Formen und Farben – ein unvergessliches Schauspiel! Eine andere berühmte Krakauer Sage berichtet von einem Überfall der Tataren auf die Stadt. Ein Wächter erkannte die Gefahr und schlug Alarm, bis ihn ein Tatarenpfeil durchbohrte. Deshalb erklingt bis heute um jede volle Stunde das Turmbläsersignal Hejnał vom höheren Turm der Marienkirche (um den sich wiederum die Legende vom Streit zwischen den Erbauern, der zum Brudermord führte, rankt). Mit diesem Ereignis ist eine weitere Tradition verbunden: der Umzug des Lajkonik, der an die Gefangenname eines Anführers der Tataren durch tapfere Weichselflößer erinnert. Am 8. Tag nach Fronleichnam tanzt, begleitet von einem bunten Gefolge, ein Reiter in einem traditionellen Kostüm mit umgehängter Pferdefigur, spitzem Hut und Streitkolben durch die Straßen der Stadt zum Hauptmarkt. Wer einen Hieb mit dem Streitkolben abbekommt, darf sich nicht beschweren, denn er bringt angeblich Glück und Wohlstand für das kommende Jahr.  Das Weichselkranzfest wiederum hat seine Wurzeln in uralten slawischen Gebräuchen in Zusammenhang mit der Sommersonnenwende. Heute findet in der kürzesten Nacht des Jahres ein Festival statt, bei dem auf zwei Bühnen – am Weichselknie unter dem Wawel und auf dem Hauptmarkt – eine bunte Mischung von Musikgruppen unterschiedlicher Stilrichtungen aufspielt.

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Neben diesen lebendigen Volksfesten hat die bunte Region Małopolska auch ihre stille, idyllische Seite. Etwa in dem Dorf Zalipie in der Nähe von Tarnów, in dem die weiß getünchten Bauernhäuser, Brunnen, Zäune und Bäume mit farbenfrohen Blumenornamenten geschmückt sind. Ein Gehöft ist als Freilandmuseum zugänglich, in dem diese einmalige Form der Volkskunst bewundert werden kann.
Von Legenden umwoben ist nicht nur Krakau, sondern ganz Małopolska. So soll etwa, so unglaublich es klingen mag, in der mittelalterlichen Burg Niedzica, die sich malerisch über dem Czorsztyńskie-Stausee erhebt, ein Inka-Schatz vergaben sein und der Geist einer Inka-Prinzessin, die das Schicksal in das damalige Königreich Ungarn verschlagen hatte, spuken. Haben Sie Lust bekommen auf eine Schatzsuche, vielleicht in Verbindung mit einer Schifffahrt auf dem See mit Blick auf die Gipfel von vier Nationalparks, einem Besuch in der zum UNESCO-Welterbe gehörenden Holzkirche in Dębno oder einer Radtour durch die grandiose Schlucht des Dunajec-Durchbruchs?

Was hat Małopolska noch zu bieten?